Was bedeutet beste D-Netz Qualität

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Die beste D-Netz Qualität, oder die Top D-Netz Qualität, mit der viele Mobilfunkanbieter werben klingt nach einer tollen Sache. Was genau verbirgt sich aber hinter der D-Netz Qualität und was genau bedeutet dieser Begriff?

In Deutschland wurde Anfang der 1990er-Jahre das D-Netz als erstes digitales Mobilfunknetz eingeführt. Für das D-Netz wurden von der Bundesnetzagentur zwei Lizenzen vergeben, die heute von der Telekom und von Vodafone genutzt werden. Da zahlreiche Anbieter diese Netze mitbenutzen und nicht mit dem Markennamen des Netzbetreibers werben dürfen, oder wollen wird diese Information mit der Phrase “beste D-Netz Qualität” umschrieben. Es bedeutet also, dass der Anbieter kein eigenes Mobilfunknetz in Deutschland betreibt, sondern ein Netz von T-Mobile, oder Vodafone mitbenützt.

D-Netz 1 und D-Netz 2

Die beiden Netze von Telekom und Vodafone werden unabhängig voneinander betrieben. Das Netz der Telekom wird D1-Netz genannt, das Netz von Vodafone D2.

Beide Netze sind technisch in einem sehr guten Zustand und weisen eine sehr gute Netzabdeckung auf. Sie nutzen den GSM-900 Standard, der höhere Reichweiten, als der im E-Netz eingesetzte GSM-1800 Standard ermöglicht. Grundsätzlich wird also bei gleicher Anzahl an Sendeanlagen eine bessere Netzabdeckung erreicht. Mittlerweile betreiben Vodafone und T-Mobile moderne Standards in ihren D-Netzen und bieten hohe Bandbreiten für mobile Daten.

Unter folgenden Links kann die Netzabdeckung der beiden D-Netze eingesehen werden:

Netzabdeckung des D1-Netz der Telekom

Netzabdeckung des D2-Netz von Vodafone

 

D1-Netz der Telekom

Die Telekom bietet ein deutschlandweit flächendeckend ausgebautes 2G-Netz. LTE ist ebenfalls nahezu in ganz Deutschland in drei verschiedenen Geschwindigkeiten verfügbar. Während 4G LTE mit bis zu 300 MBit/s nur in Ballungszentren verfügbar ist und das LTE-Netz mit Bandbreiten bis zu 150 MBit/s nur wenig mehr ausgebaut ist bietet T-Mobile sein 4G LTE Netz mit bis zu 50 MBit/s in fast ganz Deutschland an. Das 3G UMTS-Netz, das über HSDPA immerhin bis zu 42 MBit/s bietet ist in ländlichen Gebieten nicht vollständig verfügbar.

Das D1-Netz bietet eine verlässliche Verfügbarkeit für mobile Daten und durch den flächendeckenden Ausbau auch eine sehr gute Erreichbarkeit und Gesprächsqualität.

D2-Netz von Vodafone

Vodafone betreibt das zweite Deutsche D-Netz, das nahezu genauso flächendeckend ein 2G-Netz mit 220 kBit/s, wie das D1-Netz der Telekom. Auch hier ist der Ausbau des 3G-Netz mit UMTS und HSDPA am wenigsten vollständig. Im Bereich des LTE Netz hat Vodafone aktuell allerdings die Nase vorn und bietet aktuell die beste LTE Versorgung, die mobile Daten bis zu 225 MBit/s ermöglicht.

Auch das D2-Netz stellt eine gute Sprachqualität und eine nahezu flächendeckende Versorgung mit EDGE zur Verfügung. Der LTE Ausbau ist weit fortgeschritten und bietet in fast ganz Deutschland hohe Bandbreiten bis zu 225MBit/s

 


Welche Netze gibt es noch

Außer den beiden D-Netzen von Telekom und Vodafone wird als drittes Netz das E-Netz von o2 und E-Plus angeboten. Streng genommen handelt es sich trotz dem Kauf von E-Plus durch o2 um zwei getrennte Netze, die o2 aber mit nationalem Roaming für die Kunden verfügbar gemacht hat. Es wird also jeweils das bessere der beiden Netze verwendet und zwischen dem E1-Netz von E-Plus und dem E2-Netz von o2 nach Bedarf gewechselt.

Die Netzabdeckung der beiden Netze findet man hinter diesen beiden Links:

Netzabdeckung des E1-Netz von E-Plus

Netzabdeckung des E2-Netz von o2


Nur drei Netze?

Es gibt es in Deutschland weit mehr als drei Mobilfunkanbieter, allerdings nur drei (bzw. vier) Netze. Das funkioniert so, dass die anderen Anbieter eines, oder mehrere der drei Netze mitbenutzen, also die Netzbenutzung günstig einkaufen und den Preisvorteil an die Kunden weitergeben.

Problematisch dabei ist, dass zumeist nicht die volle Leistungsfähigkeit, also der letzte Standard zur Verfügung gestellt wird, sondern die Diskont-Anbieter nur einen Teil des Angebots nutzen dürfen. In der Praxis äußert sich das durch geringere Bandbreiten.

Die Diskont-Anbieter können zwar technisch den Netzbetreibern nicht das Wasser reichen, können aber mit günstigen Konditionen und billigen Tarifen punkten.

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